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Allerheiligen (01.11.16)

Allerheiligen


ev. Predigttext kath. 1. Lesung kath. 2. Lesung kath. Evangelium
Offb 7, 2-4.9-14 1 Joh 3, 1-3 Mt 5, 1-12a

Neben den exegetischen Anregungen zu 1 Joh 3,1-3 und Mt 5,1-12 stellen die Autoren eine „Heilige“ vor, deren Leben zutiefst vom Geist der Seligpreisungen geprägt war, dem heutigen Evangelium. Es geht um die 2005 in Brasilien ermordete Ordensschwester Dorothy Stang, die als „Heilige“ für Nachhaltigkeit und Bewahrung der Schöpfung verehrt wird.

1 Joh 3,1-3

Im Mittelpunkt dieser Stelle steht die Gotteskindschaft. Zu einer solchen Würde kann sich der Mensch freilich weder durch eigene Kraft noch durch besondere Leistungen erheben. Eine solche Nähe zu Gott kann nichts anderes sein als ein unverdientes Geschenk (vgl. V.1: „Seht, wie groß die Liebe ist, die der Vater uns geschenkt hat“ = dédōken – das Perfekt von geben). Gleichwohl hat diese Bezeichnung für die Christen ebenso sehr weitreichende wie praktische Konsequenzen für das Leben. Denn die Spitzenaussage dieses Abschnitts ist der V.10: „Jeder, der die Gerechtigkeit nicht tut und seinen Bruder nicht liebt, ist nicht aus Gott.
Daran kann man die Kinder Gottes und die Kinder des Teufels erkennen.“ Weil der Christ vom Geist innewohnt ist (V.24) und aus Gott stammt (V.9), kann er/sie auch nicht sündigen. Denn die Sünde, genauer, die Werke der Ungerechtigkeit und der Hass auf den Bruder, ist ein Merkmal für die Kinder des Teufels. Wir haben dieses Geschenk nicht verdient, etwa durch unsere Gerechtigkeit oder selbst durch unsere Nächstenliebe. Die Gotteskindschaft gehört zur Initiative Gottes. Doch sie hat durchaus ethische Implikationen für das Leben der Christen gegenüber anderen Menschen und der Gesellschaft insgesamt.

Mt 5,1-12

Die Seligpreisungen sind das Eingangstor zum Text der Bergpredigt, die im Matthäusevangelium von zentraler Bedeutung ist und die Kernaussagen der Botschaft Jesu enthält. In der Tat kann man in diesen Versen den Geist der gesamten Bergpredigt spüren, der zum einen in der Haltung eines uneingeschränkten Vertrauens auf den Vater besteht und zum anderen in unseren ethischen Bemühungen, „vollkommen zu sein, wie unser himmlischer Vater vollkommen ist“ (Mt 5,48).

Solche Glückwunschformeln, auch Makarismen genannt (gr. makários), waren in Palästina zur Zeit Jesu eine lebendige, zu religiösen und profanen Zwecken genutzte Sprachform. Dennoch haben sie einen Überraschungsmoment, indem sie Menschen zugesprochen werden, von denen man es gerade nicht erwartete.

Die Seligpreisungen existierten wahrscheinlich als einzelne Sprüche und wurden von den Evangelisten (Mt und Lk) erst später zusammengefügt. Die sorgfältige Struktur dieses Textes (besonders bei Matthäus) kann diese Vermutung belegen. Auffällig ist, dass die erste und die achte Seligpreisung genau dieselbe Aussage beinhalten: „[…] denn ihnen gehört das Himmelreich.“ Außerdem entspricht die vierte („Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit“) der achten („Selig, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden“). Die neunte wäre dann eine abschließende, an die Jünger gerichtete Seligpreisung. Diese rhetorische Struktur kann als Inklusion bezeichnet werden und weist auf die zentrale Aussage dieser Perikope hin: die Zentralität des Reiches Gottes und seiner Gerechtigkeit (vgl. Mt 6,33).

Die Seligpreisungen sind eine frohe Botschaft, wie es das Prädikat selig bezeugt. Durch den Anbruch des Reiches Gottes beginnt eine neue Wirklichkeit, die von dessen Werten bestimmt ist. Die Dynamik des Reiches Gottes setzt auf die Zukunft, auf das Vertrauen, dass Gott „schon alles im Blick hat“. Diese Dynamik des Glaubens und der Hoffnung läutert jeden Anspruch, sich selbst zu retten, sich Ehre und Ansehen zu verschaffen, auch im geistlichen Leben. Insofern ist es Gott, der uns das vollkommene Glück verkündigt und verspricht. Zugleich aber bieten die Seligpreisungen wesentliche Werte des Reiches Gottes, welche die Nachfolge Jesu kennzeichnen und bestimmen. Weder handelt es sich um ein nur diesseitiges Wohlergehen noch um einen nach dem Tod zu erwartenden Seligkeitszustand. Insofern fließen in diesen Aussagen Eschatologie und Gegenwart ineinander und sie bringen die Formel „schon und noch nicht“ in aller Deutlichkeit zum Ausdruck.

Was die Praktizierbarkeit der Seligpreisungen im konkreten Leben der Nachfolger*innen Jesu betrifft, gibt es große hermeneutische Schwierigkeiten. Können wir Christen tatsächlich nach deren Geist leben und ihren Forderungen nachkommen in einer Gesellschaft, die solche Werte bewusst ablehnt, wie Hefe im Teig? Oder sind die Seligpreisungen im Rahmen einer „Sektenethik“ (im positiven Sinne) zu verstehen, wobei die Kirche eine Gruppierung von Menschen sei, die sich bewusst von der Gesellschaft entfernt, um eine „vollkommenere Gesellschaft“ zu gründen? Nur um zwei Modelle zu nennen, die sich in der langen christlichen Tradition herausbildeten.

Einige Herausforderungen der Seligpreisungen an unsere Gesellschaft

V. 3:  Selig, die arm sind vor Gott stellt sowohl den Glauben, dass Glück eng mit Reichtum und Wohlstand verknüpft ist (nach dem Motto, je reicher, desto sicherer, desto glücklicher), als auch das kapitalistische Konsummodell (der Konsum ist die Schlüsselkomponente zur Entwicklung, zur wirtschaftlichen Stabilität und zum Wohlergehen der Menschen) infrage. Haltungen wie Verzicht, Dankbarkeit (was wir sind und haben, ist nicht allein unser Verdienst), maßvoller Umgang mit Besitz (nicht Ablehnung), bewusster, auf die Ressourcen der Schöpfung achtender, Konsum würden hingegen den Werten des Reiches Gottes näher stehen. Es heißt zugleich aber auch, sich dafür einzusetzen, dass unfreiwillige, unterdrückte, ausgebeutete Arme ihre elementaren Bedürfnisse erfüllen und in Würde leben können.

V. 4:  Selig, die Trauernden betrifft die Frage nach Leiden und Trauer im Allgemeinen in dieser Welt und gibt uns insofern zu bedenken, wie wir damit umgehen oder welche Verantwortung wir da übernehmen, gerade im Hinblick auf hochaktuelle Fragen wie Sterbehilfe (Vermeidung von Schmerzen); den Schmerz von Flüchtlingen, die alles verlassen haben, um nach einem besseren Leben zu suchen, und nun auf der Strecke bleiben, ohne Identität, Anerkennung, Würde usw.; oder die Opfer von Kriegen, die zur Normalität geworden sind.

V. 5:  Selig, die keine Gewalt anwenden stellt vor allem unsere Aufrüstungspolitik infrage, den Rüstungsexport und den Glauben, dass man durch Waffen menschliche Probleme lösen und Sicherheit gewährleisten kann. Auch in zwischenmenschlichen Beziehungen muss die Anwendung von Gewalt, Zwang und Machtausübung jeder Art untersagt werden.

V. 6:  Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit stellt das Schlüsselthema der gesamten Bergpredigt in den Mittelpunkt. Denn die Verheißungen des Reiches Gottes können besonders dann zur Wirklichkeit werden, wenn Menschen ihr ganzes Leben, ihre ganzen Kräfte dafür einsetzen, dass in allen Lebensverhältnissen Gerechtigkeit herrscht. Wie gerecht ist unser Sozialsystem, angefangen von Mindestlohnfragen, über Chancengleichheit im Bildungssystem und Beruf bis hin zu Steuerpolitik, Erbschaftssteuer usw.

V. 7:  Selig die Barmherzigen, denn die Barmherzigkeit ist für Matthäus die Mitte der Verkündigung Jesu, die zeigt, was Erfüllung des Gesetzes heißt (vgl. 5,17-20; 9,13; 12,7; 25,31-46), was die Pharisäer vergessen hatten (vgl. 23,23). Gerade im Hinblick auf eine solche pharisäische Haltung wurde in den letzten Jahren innerkirchlich sehr dafür plädiert, dass die dem Evangelium gemäße Attitüde gegenüber Wiederverheirateten, gleichgeschlechtlichen Partnerschaften oder auch nach moralischen Maßstäben gescheiterten Lebensentwürfen die der Barmherzigkeit sei. Doch keine Scheinbarmherzigkeit von oben nach unten, verkleidet als Verachtung. Wahre Barmherzigkeit nimmt den Menschen wirklich ernst.

V. 8:  Selig, die ein reines Herz haben bezeichnet den ungeteilten Gehorsam gegenüber Gott. Da das Herz in der jüdischen Tradition das Zentrum des menschlichen Wollens, Denkens und Fühlens ist, ermöglicht es die Einheit des gesamten Lebensvollzugs und vermeidet jegliche Heuchelei. Wir glaubwürdig ist unser Christsein in der Welt? Leben wir tatsächlich das, woran wir glauben und wozu wir uns bekennen? Sind unsere Kirchen ein glaubwürdiges Zeugnis unseres Glaubens an den Gott Jesu Christi?

V. 9:  Selig, die Frieden stiften meint den biblischen Begriff shalom und steht im diametralen Gegensatz zur pax romana, die zwar eine friedliche Weltordnung etablierte, doch auf Kosten der Freiheit der beherrschten und unterdrückten Völker. Dementsprechend kann hier nicht von der Abwesenheit von Krieg, Konflikten oder Gewalt die Rede sein, sondern ein allumfassender Zustand des Friedens und des Wohlergehens. Vielmehr ist die aktive Stiftung des Friedens durch unser Verhalten und Dasein in der Welt gefragt.

Alternativmöglichkeit: Sr. Dorothy Stang – eine Zeugin des Geistes der Seligpreisungen

Heilige – von ihnen sind mehr als 13.000 namentlich bekannt. In ihren Lebensbeschreibungen liest man von ihrer scheinbaren Vollkommenheit – perfekte Ausnahmemenschen! Therese von Lisieux (1873–1897) soll in diesem Zusammenhang gesagt haben: »Kämen die Heiligen wieder, um uns zu sagen, was sie von ihren Lebensbeschreibungen halten, man wäre sehr überrascht. [...] Zweifellos würden sie oft einräumen, dass sie sich in dem Bild, das man von ihnen gemacht hat, nicht wiedererkennen.«

Warum nicht? Weil auch sie ihre Fehler und Schwächen hatten – und niemand hat dies stärker betont als sie selbst. Auch sie wurden von ihren Schattenseiten geplagt. Gingen Irrwege, hatten ihre dunklen Nächte.

Vermutlich hat kein Heiliger sich selbst als solch einen betrachtet. Aber sie können uns Anstöße geben! Es sind Menschen, die gegen Unrecht, Hass und Gewalt einstehen, die das, was sie vom Evangelium verstanden, bis zur letzten Konsequenz lebten. Heilige sind nicht immer bequem, oft radikal, nicht selten stehen sie auch am Beginn einer neuen Zeit. Es sind Menschen, die Salz in die Wunden streuen, die mutig die Wahrheit sagen, anderen den Spiegel vorhalten und keine Angst haben vor den Mächtigen. Heilige waren und sind Menschen mit einer besonderen Anziehungskraft, die sich auf andere auswirkt.

Neben den 13.000 namentlich bekannten Heiligen, gibt es aber noch mehr. Therese aus Lisieux war sich da sicher, „nichts gibt uns die Gewissheit, dass die von der Kirche kanonisierten Heiligen, die Größten seien!“ Dabei dachte sie womöglich an die große Schar der namenlosen Heiligen, die niemand zählen kann und von denen in der Offenbarung die Rede ist (vgl. Offb. 7, 9 – 2. Lesung des Tages). Wenn sie auch verborgen bleiben, so sind sie doch nicht vergessen. Auch ihnen gilt das Fest »Allerheiligen«.

Eine solche Heilige soll heute in den Mittelpunkt gestellt werden. Dorothy Stang, eine nordamerikanische Ordensschwester, die in Brasilien stets unter den Ärmsten der Armen zu finden war und die ihr Leben für die Bewahrung der Schöpfung gab. In absoluter Selbstlosigkeit lebte sie Jesu Seligpreisungen aus der Bergpredigt (Mt 5,1-12a).

Am 12. Februar 2005 war sie früh morgens auf dem Weg zu einer Versammlung von Kleinbauern in der Nähe von Anapu im Amazonasgebiet, als ihr plötzlich zwei Männer auflauerten. Laut Bericht eines Augenzeugen, der der Ordensfrau gefolgt war, kam es zu einem kurzen Gespräch. Die Männer fragten, ob sie bewaffnet sei, woraufhin sie mit den Worten „dies hier ist meine einzige Waffe“ ihre abgegriffene Bibel aus ihrer Tasche zog. Bis zur letzten Sekunde war sie davon überzeugt, dass die Antwort auf Gewalt nur Gewaltlosigkeit sein kann. Sie begann die Seligpreisungen vorzulesen: „Selig, die arm sind vor Gott; denn ihnen gehört das Himmelreich. Selig, die keine Gewalt anwenden, denn sie werden das Land erben. Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit; denn sie werden satt werden.“ (Mt 5,3.5-6) Das waren ihre letzten Worte. „Schluss jetzt mit dem Geschwätz! Jetzt wird es ernst!“ schrie einer der beiden Auftragsmörder, er zog seine Waffe und schoss dreimal aus nächster Nähe auf sie ein, woraufhin Schwester Dorothy zu Boden fiel. Zwei weitere Kugeln trafen sie. Tot wurde sie im roten Schlamm der Erdstraße zurückgelassen.

Die traurige Nachricht ihrer Ermordung verbreitete sich bald in alle Welt. Stang war zu einer Symbolfigur geworden, weil sie sich im Kampf gegen die illegale Abholzung des Regenwaldes und die Vertreibung der Kleinbauern einen Namen und damit zugleich mächtige Feinde gemacht hatte.

Schwester Dorothys Leben und Wirken waren ganz und gar inspiriert von den Seligpreisungen aus dem Matthäusevangelium. Ihr großer Traum war die Verwirklichung von Gerechtigkeit auf dem Land, eine Reform der Bodenbesitzstrukturen und der Schutz des Regenwaldes vor einer flächendeckenden Abholzung. Darum hat sie zeitlebens als mutige, wahrhaftige und zähe Ordensfrau gekämpft, dafür ging sie Risiken ein und dafür hat sie letztlich ihr Leben gegeben.

Seit 1999 erhielt Schwester Dorothy Stang immer wieder Morddrohungen von einer Interessensgruppe bestehend aus Holzhändlern, Politikern und Großgrundbesitzern, die eine wahnsinnige Wut auf sie hatten, weil sie zu den Behörden ging und ihre illegalen Machenschaften anprangerte.

Umgerechnet standen ca. 3.000 Euro Kopfgeld auf ihrem Leben. Aber selbst als sie ernsthaft um ihr Leben bangen musste sagte sie einem Fernsehsender vor laufender Kamera: „Jesus wollte, dass wir gute Hirtinnen sind. Eine gute Hirtin muss in guten wie in schlechten Zeiten helfen und darf nicht davonlaufen, wenn sie von Wölfen angegriffen wird, sagt das Evangelium.“

Der Zeitung „O Liberal“ sagte Stang nach ihrem letzten öffentlichen Auftritt in Belém: „Heute bin ich Morddrohungen ausgesetzt, öffentlich, durch Großgrundbesitzer und Grileiros[1] der öffentlichen Ländereien. (…) Sie wagen es, mich zu bedrohen und verlangen meine Ausweisung aus Anapu, und das alles bloß, weil ich nach Gerechtigkeit rufe. Ich danke Gott für diese reichen Lehrjahre, für die Freundschaften mit dem einfachen Volk, das ich liebe, wegen seiner Ehrlichkeit, Anteilnahme, Gastfreundschaft, Widerstandskraft, Stärke und Disponibilität. Ich bitte Gott nur um seine Gnade, diesen Weg weitergehen zu können, im Kampf dafür, dass das einfache Volk immer mehr ein gleichberechtigtes Leben führen kann, und dass wir lernen, Gottes Schöpfung zu respektieren“. Ihre Worte klingen wie eine Abschiedsrede, in der sie Gott und dem Volk von Anapu ein letztes Mal dankt. Es scheint, als ob sie ihre Ermordung doch schon ahnte, auch wenn sie an anderen Stellen immer wieder erklärte, dass es eher abwegig sei, dass eine alte 73 jährige Frau, wie sie, umgebracht werde.

Heute wird Schwester Dorothy wie eine „Santa“, eine „Heilige“ verehrt. So suchen viele Menschen ihr Grab auf, besonders an Allerheiligen und Allerseelen, sowie an ihrem Geburts- und Sterbetag. Sie trauern und beweinen ihren Tod, doch gleichzeitig wollen sie vor allem eines: dass lebendig bleibt, wofür Dorothy ihr Leben gab. Sie soll als Zeugin der Gerechtigkeit und Liebe in Erinnerung behalten werden, damit die Marginalisierten auf dem Land auch über ihren Tod hinaus den Mut und den Glauben für die Möglichkeit von Veränderungen behält. Ihre Überzeugungskraft und ihre Gabe zur Aufopferung sind und bleiben unvergleichlich, was sie zum Vorbild vieler Christen von heute werden lässt.

Hinter Schwester Dorothys Namen verbergen sich viele hunderte anonyme Campesinos, die ebenso in jenen unseligen Konflikten um Land sterben mussten. Schwester Dorothy wurde zur Symbolfigur für sie alle. Ihr Leben und Sterben ist der Same des Widerstands im Kampf für eine gerechte Landverteilung. Mit ihrer Ermordung wird der prophetische Schrei nach Gerechtigkeit und Frieden nicht verstummen. Ihr Blut, das für die Armen und für die Erhaltung und den Schutz des Regenwaldes geflossen ist, klagt seit dem noch lauter nach Gerechtigkeit.

Weiterführende Literatur: Claudia Dahmen: „Selig, die keine Gewalt anwenden, denn sie werden das Land erben“. Dorothy Stang (1931-2005), Ordensfrau in Brasilien, in: Annegret Langenhorst, Johannes Meier, Susanne Reick (Hg.): Mit Leidenschaft leben und glauben: 12 starke Frauen Lateinamerikas, Peter Hammer-Verlag 2010, 57-78.

Claudia und Leandro Fontana


[1]   Bezeichnung für Landdiebe, die sich unrechtmäßig Land aneignen. Sie werden „grileiros“ genannt, da ihre Methode darin besteht, gefälschte Dokumente in Schachteln voller Grillen zu stecken. Durch die Ausscheidungen der Insekten vergilben die Papiere und wirken somit älter. Siehe dazu: Gerhard Dilger: Mord an Schwester Dorothy. In: Regenwald Report 2/2005, S. 5.

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